Ratgeber
Bag-in-Box Rotwein
Rotwein aus der Box ist für unkomplizierte, fruchtbetonte Weine gedacht, die jung getrunken werden – nicht für jahrzehntelange Flaschenreife. Serviert wird er kühler, als viele denken: etwa 14 bis 17 °C. Luft bekommt er im Glas oder in der Karaffe, nicht in der Box.
„Zimmertemperatur“ ist ein Missverständnis
Die Faustregel stammt aus Zeiten, in denen Wohnräume deutlich kühler waren. Bei modernen 22 °C wirkt Rotwein schnell alkoholisch und schwer. Für leichtere, fruchtige Rotweine sind etwa 14 bis 16 °C angenehm, für kräftigere bis rund 17 °C. Aus dem Kühlschrank geholt und zehn Minuten stehen gelassen, liegt man meist gut.
Belüften – aber richtig
Der Sinn der Box ist, Luft vom Wein fernzuhalten. Wer trotzdem etwas „Luft“ möchte, schenkt einfach ein und lässt den Wein im Glas kurz stehen oder nutzt eine Karaffe für die Menge, die tatsächlich getrunken wird. Die Box selbst bleibt dabei geschlossen – so profitieren die restlichen Gläser weiterhin vom Sauerstoffschutz.
Für welche Weine das Format gedacht ist
Bag-in-Box ist ein Alltagsformat. Es eignet sich für Weine, die von Frucht und Trinkfluss leben und in den nächsten Monaten getrunken werden. Ein Wein, der über Jahre in der Flasche reifen soll, gehört nicht in eine Box – das ist keine Qualitätsfrage, sondern eine Frage der Bauart.
Lagerung
Ungeöffnet kühl, dunkel und trocken lagern; geöffnet ist der Kühlschrank auch für Rotwein der sicherste Ort – vor dem Einschenken einfach kurz stehen lassen. Mehr dazu unter richtig lagern und Haltbarkeit.
Pure Pfalz. Cleverly boxed.
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